Geschichte

Nach dem 2. Weltkrieg wurde von Otto Mulli sen. beim Parkhotel die Sektion Tennis des VSV gegründet. Mit viel Individualismus und Fleiß wurde in dieser schwierigen Zeit der Grundstein der erfolgreichen Villacher Tennisgeschichte gesetzt. Die Spielvoraussetzungen beim Parkhotel in Villach waren demgemäß sehr, sehr einfach, vor allem gab es weder eine warme Dusche noch Umkleideräume.

Nach und nach trat auch im „weißen Sport“ die Normalisierung ein; dem Sport- und Geschäftsmann Otto Mulli sen. mit seinen freiwilligen Helfern verdankt der Tennissport in Villach Entwicklung und Höhenflug.

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1955: Erster sportlicher Durchbruch

Langsam wurde ganz Tennis Österreich auf die Jungen aus der Provinz Villach aufmerksam. Otto Mulli jun. gewann erstmalig die Jugendmeisterschaft von Österreich im Einzel. Norbert Klatil und Otto Mulli gewannen gemeinsam das Doppel in der österreichischen Jugendmeisterschaft.

Der „dritte Mann“, nämlich Muki Troger zeigte sein außergewöhnliches Talent im aggressiven Netzspiel, die drei jungen Eigenbauspieler bildeten in weiterer Folge gemeinsam mit Kurt Härb und Peter Gradischnig den Kern des blau-weißen Tenniswunders.

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Otto Mulli jun.: „Unser erster Mann in Wimbledon“

1960 wurde die Tennissektion vom VSV ausgegliedert und fortan als eigenständiger Verein TC VSV geführt. Die „Gründungsväter“ Otto Mulli, Hans Gradischnig, Norbert Klatil und Walter Widmann mussten vor allem die Übersiedlung vom Parkhotel auf die neue Anlage in Villach-Judendorf, die bis heute die Heimstätte des Clubs ist, vorantreiben.

Durch das Zusammenwirken sämtlicher Mitglieder des Vereines entstand die in Terrassen gestaltete Arena, in der dann große und vor allem unvergessliche Kämpfe vor einem staunendem Publikum stattfanden.

Die Kampfmannschaft etablierte sich immer mehr in der Staatsliga und errang schließlich 1961 erstmalig den vielbejubelten Staatsmeistertitel.

Als „väterlicher Coach“ wurde Dkfm. Walter Widmann in den nächsten Jahren zum Motor des blau-weißen Spitzensportes.

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Der Höhenflug hielt weiter an! Nicht nur im Mannschaftsbewerb, auch als Einzelkämpfer errangen die „blau-weißen Musketiere“ Erfolg um Erfolg.

Die Kärntner Meisterschaften befanden sich mehr oder weniger selbstverständlich in Villacher Hand, es war nur die Frage, wie viele Pokale von welchem Spieler gewonnen wurden. Aus der Mannschaft empor arbeitete sich Norbert Klatil, dem es gelang, 1963 als erster „Provinzler“ die österreichische Meisterschaft im Einzel zu erringen; er verteidigte im Jahr darauf erfolgreich diesen Titel, spielte dann 1965 erfolgreich im Davis-Cup gegen Finnland und Frankreich.

Ende der 70iger und zu Beginn der 80iger Jahre wurde der Tennisport immer professioneller. Der „Villacher Weg“, nicht nur Eigenbauspieler zu entwickeln, sondern vor allem auch eine berufliche Ausübung zu ermöglichen, erwies sich nun im Spitzensport als nicht mehr konkurrenzfähig. Damit die ehrgeizigen Pläne vor allem im Mannschaftssport verwirklicht werden konnten- in dieser Zeit zählte nur der Meistertitel- wurden Spitzenkönner wie Jan Kukal und vor allem Hans Kary, in weiterer Folge auch Alexander Antonitsch eingesetzt.

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Dennoch wurde auf die Jugendarbeit nicht vergessen. Vor allem dem Engagement von Hans Ortner ist es zu verdanken, dass immer wieder junge Spieler in die Kampfmannschaften nachrücken konnten. Mit jungen Spielern wie Roland Burtscher, Harald Glanzer, Michael Kröpfl und Walter Treu errangen die Blau-Weißen in den 90igern weitere große Erfolge in der Bundesliga. In den Jugendgruppen trainierte auch ein junger ehrgeiziger Bursche, den später wohl jeder in der Tennisszene kennen sollte: Ein gewisser Stefan Koubek …

Die schon etwas in die Jahre gekommenen „Gründungsväter“ machten in den Seniorenbewerben, den sog. „Veterans“ fleißig und erfolgreich mit.

Abgesehen von den ungezählten Meistertiteln im österreichischen Mannschaftstennis, den ebenfalls ungezählten Meistertiteln im Einzel und Doppel, errangen Kurt Härb, Peter Gradischnig, Norbert Klatil, Otto Mulli, Hans Gradischnig sowie als „Gast“ Herbert Holzer im Jahre 1987 den Weltmeistertitel der Vereinsmeisterschaften; ein unvergessliches Erlebnis in Chile.

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Apropos alt aber gut: Unter den Tennissenioren ragte einer aus unseren Reihen ganz besonders hervor: Hans Gradischnig gewann zusammen mit seinem Freund und Partner Peter Pokorny Weltmeister- und Europameistertitel im Doppel und für die österreichische Auswahlmannschaft.

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Auch heute noch ist die Seniorenabteilung des TC VSV super in Schuss. So spielen 4 unserer Teams in der Bundesliga, die 55+ Mannschaft wurde 2007 sogar Staatsmeister! Besonders erfolgreich hierbei v.a. Alfred Klammer, der zu den besten in seiner Altersgruppe in Europa zählt.